Presseinformation  087 / 2010       07. 07. 2010      Diese Seite drucken    

 

Warnung vor Datensammlung in Warnemünde
Ein attraktiver Gewinn lockt und viele geben ihre persönlichen Daten preis

Kaum eine Großveranstaltung bleibt davon verschont: Attraktive PKW als vermeintliche Gewinne, kleine Tischchen und Gewinnkärtchen, die einfach nur auszufüllen sind. Die Karte wirft man in einen Schlitz an der Seitenscheibe des PKW und erkennt leicht, dass das Interesse riesengroß ist. So derzeit auf der Warnemünder Strandpromenade, unübersehbar, mitten im Strom der Besucher.

 

Die Hoffnung, ein Auto zu gewinnen, wird sich nicht erfüllen. Dafür hat man durch seine Unterschrift seine persönlichen Daten preisgegeben und: die Zustimmung für künftige Werbeaktionen und Werbeanrufe erteilt. Wer nach wenigen Tagen schon gar nicht mehr an das Gewinnspiel denkt, wird in vielen Fällen mit Werbeanrufen; SMS und Infopost bombardiert. Ist allein dies schon lästig, gelingt es den unbekannten Anrufern sehr häufig, einen Vertrag über ein Zeitungsabo, eine Lotterie oder dergleichen unterzuschieben. Und dann  wird aus dem Spiel richtig ernst. Mahnungen durch Inkassobüros folgen, wenn man den Vertrag nicht erfüllt oder ignoriert. Die Adressen werden selbstverständlich gewinnbringend verkauft und die Zahl der Werbeanrufe, sogar sonntags, wird immer größer.

 

Der Tipp kann hier nur sein: Sofort solche Werbeanrufe abzubrechen und an die Verbraucherzentrale hier melden. Wer angeblich einem Vertrag per Telefon zugestimmt hat, kann von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen. Auf keinen Fall sollte eine Zahlung vorgenommen werden. Das Girokonto ist stets zu prüfen und Rückbuchungen sind bei unbekannten Abbuchungen zu veranlassen.

 

Für weitere Informationen:

Dr. Jürgen Fischer, Vorstand