Presseinformation 134 / 2009
11. 12. 2009 Diese
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Erneute Mahnwelle von Proinkasso
Verbraucherzentrale: „Nicht einschüchtern lassen!“
Unzählige Mahnschreiben hat in der
vergangenen Woche die Firma Proinkasso GmbH aus Hanau versandt. Das Inkassobüro
gibt vor, offene Forderungen des Verbraucher-Umfragewerkes einzuziehen. Zu
zahlen seien 153,47 Euro, die innerhalb der nächsten sieben Tage zu überweisen
sind. Für den Fall der Nichtzahlung werden eine Reihe von Maßnahmen wie
beispielsweise Mahnbescheid, Zwangsvollstreckung, Pfändung der Bezüge und
Bankguthaben sowie Eintragung in entsprechende Schuldnerverzeichnisse angedroht.
Viele Ratsuchende meldeten sich bei der Neuen Verbraucherzentrale in Mecklenburg
und Vorpommern e.V., die verärgert und angesichts der Drohung verunsichert sind,
da sie weder die Rechnung noch deren Anspruchsgrundlage kennen.
Inkassoforderungen lösen bei vielen Menschen Ängste aus. Inkassobüro klingt nach
Ärger und nach hohen Kosten und viele fühlen sich daher genötigt zu zahlen.
"Leisten Sie keinerlei Zahlung, wenn keine Anspruchsgrundlage besteht und kein
Nachweis der Forderung seitens des Inkassobüros erbracht werden kann", so Anja
Schewe von der Neuen Verbraucherzentrale. "Auch sollten Verbraucher auf keinen
Fall aus Unkenntnis oder Angst die im Inkassoschreiben vorgeschlagene
Ratenzahlungsvereinbarung unterzeichnen, um die Forderung abzustottern", so
Schewe weiter. Mit einer solchen Vereinbarung wird die Forderung unter Umständen
anerkannt und man verliert die Möglichkeit sie zu bestreiten.
Verbraucher, die sich gegen diese Art der Abzocke wehren wollen, können auf ein
Musterschreiben der Neuen Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern e.V.
zurückgreifen, das in den örtlichen Beratungsstellen erhältlich ist oder hier
als
PDF-Datei Download.
Für weitere Informationen:
Anja Schewe, Verbraucherberaterin BS Neubrandenburg
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