Presseinformation 054 / 2009 17.
Juli 2009 Diese
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Coole Tipps für heiße Tage
Was man gegen schweißtreibende Temperaturen tun kann
Im Winter versucht man mit allen Mitteln, die teuer erzeugte Wärme im Haus zu halten. Im Sommer dagegen soll die kostenlose Hitze am besten gar nicht erst in die Wohnung kommen. Und: Es muss nicht unbedingt eine zentrale Klimaanlage oder ein Strom zehrendes Kleingerät sein, dass für angenehme Temperaturen in den Räumen sorgt. Die Quecksilbersäule lässt sich auch mit preiswerteren und umweltschonenderen Alternativen auf einem erträglichen Niveau halten.
Dazu die Empfehlungen der Energieberater der Neuen Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern:
Schutz gegen die pralle Sonne ist am wirksamsten, wenn die Sonnenstrahlen abgewehrt werden, bevor sie die Fensterflächen und die Hausfassade erreichen. Zum Sonnenschutz außen am Haus zählen die natürliche Beschattung (Laubbäume, Balkone, Dachüberstände) und Blenden wie Markisen, Jalousien, Roll- und Klappläden.
Auf der Innenseite des Fensters angebrachte Rollos und Vorhänge können die wärmenden Sonnenstrahlen erst abschirmen, wenn sie bereits in den Raum eingedrungen sind. Sie sind deshalb nicht so wirksam wie außen liegende, hinterlüftete Jalousien oder Fensterläden. Die Innenrollos sollten eine möglichst gute Reflexionswirkung haben, ihre Außenflächen also hell oder Metall beschichtet sein.
Spezielles Sonnenschutzglas besteht aus eingefärbten oder beschichteten Scheiben, die einem wesentlichen Teil der Wärmeeinstrahlung den Weg in den Raum versperren. Sie empfehlen sich hauptsächlich für Südfenster. Einen ähnlichen Schutz bieten - meist getönte -Reflexionsfolien, die nachträglich von innen auf die Glasflächen gebracht werden. Die Folie ist selbstklebend und nur begrenzt haltbar.
Die Tageshitze strömt auch beim Lüften durch das geöffnete Fenster in die Wohnung. Deshalb empfiehlt es sich, nur in den kühleren Morgenstunden oder spät abends, wenn ein frischer Wind weht, ausgiebig zu lüften. Tagsüber sollten Fenster und Türen geschlossen bleiben.
Nicht zu unterschätzen ist in diesem Zusammenhang die Wärmeabstrahlung von Elektrogeräten und Lampen. Auch um Strom zu sparen, sollten diese Wärmequellen nur dann eingeschaltet sein, wenn man sie auch tatsächlich braucht.
An schwülen Tagen sollten zudem Arbeiten mit viel Wasser und feuchter Wäsche, wenn möglich, vermieden werden, um die Luftfeuchtigkeit in den Räumen nicht noch zusätzlich zu erhöhen.
Elektrische Raumklimageräte sollen für kühle Luft im Haus sorgen. Aber besonders bei Billiggeräten ist die Technik oft nicht ausgereift und der Energieaufwand steht dann in keinem Verhältnis zur erzeugten Kältemenge. Insgesamt ist von diesen Geräten abzuraten.
Kühlschränke und Gefriergeräte verbrauchen mehr Strom, wenn die Umgebungstemperatur hoch ist. Optimale Aufstellplätze sind deshalb kühle Räume ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Auf die richtige Innentemperatur des Kühlschrankes sollte ebenfalls geachtet werden, denn jedes Grad mehr schluckt zusätzlich Strom. Zum Frischhalten von Lebensmitteln reichen 6 bis 8 Grad Celsius völlig aus.
Abtauen der Eisschichten auf den inneren und Staub saugen auf den äußeren Wärmetauschern ist im Sommer wichtiger den je. Gerade in der heißen Jahreszeit sollte ein Kühlschrank nach dem Öffnen möglichst schnell wieder geschlossen werden, damit nicht zuviel warme Luft eindringt.
Ist man während des Jahresurlaubes außer Haus, kann sich das Abstellen des Kühlschrankes lohnen.
Die Anbieter unabhängige Energieberatung der Neuen Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern hilft auch bei weiteren Fragen, bspw. wenn es um Heizungsanlagen, Heizkostenabrechnungen, Wärmedämm-Maßnahmen, regenerative Energien oder staatliche Förderprogramme geht.
Für weitere Informationen:
Horst-Ulrich Frank, Fachberater Bauen, Energie
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