Presseinformation   43 / 2009        11. 06. 2009   Diese Seite drucken

 

Mal wieder: Kaffeefahrt ohne Gewinn

Maria Grote vom Kundenservice wartet mit einer "erfreulichen Mitteilung" auf. So jedenfalls steht es in dem Brief vom Kundenservice „Das deutschlandweite Telefongewinnspiel“. Ein "Gewinn-Prüfungs-Komitee" habe gleich "mehrfach durch Unterschriften beglaubigt", dass ein Gewinn im Wert von 400 Euro

"zugeteilt" wurde. Der Gewinn werde vom "persönlichen Kundenberater" in der "nahe gelegenen Zweigstelle" überreicht. "Um eventuellen Anreiseproblemen vorzubeugen" würden Busse eingesetzt. Das Frühstück sei kostenlos, beim Mittagessen ist nur die Rede davon, dass dafür "bestens gesorgt" sei. Dass es kostenlos ist, heißt das nicht. Mit dem "zugeteilten Gewinn" freilich müsse sich niemand begnügen: Zusätzlich hätten die Gewinner - und die gibt es massenhaft - noch einen "Nominierungspreis in Höhe von 1000 Euro erzielt" der "staatlich garantiert" wird.

 

Mit dieser Masche fangen dubiose Unternehmen seit Jahren immer wieder meist ältere Verbraucher, um sie zu einer umsatzträchtigen Stippvisite irgendwohin zu animieren. Wer fährt, um etwas zu gewinnen, liegt falsch.

Angesichts der Erfahrungen mit derartigen Unternehmen muss Verbraucherschützer Joachim Geburtig den Interessierten den Wind aus den Segeln nehmen. Die vermeintliche Gewinnübergabe ist de facto eine Verkaufsveranstaltung für überteuerte und oft nutzlose Produkte. Am Ende zahlen die angeblichen Gewinner drauf. Auf Kaffeefahrten angebotene Waren sind häufig überteuert und von geringer Qualität. Vor Ort verloste oder überreichte Reisegewinne entpuppen sich oft als Nieten und halten in den seltensten Fällen, was sie versprechen. Das geschulte Personal, das sich oft auch als ganz ruppig erweisen kann, zieht alle Register, um  eingeschüchterte „Kunden“ zum Kauf zu bewegen.

 

 

Für weitere Informationen:
Joachim Geburtig, Berater BS Rostock / BS Güstrow