Presseinformation    62 / 2008       16. 07. 2008              Diese Seite drucken

 

Dickmachern auf der Spur – Ampelcheck im Supermarkt

Ampel-Checkkarte und Online-Test der Verbraucherzentralen
sorgen für mehr Durchblick beim Lebensmitteleinkauf

Verbraucher, die beim Einkauf wissen wollen, ob der Zuckergehalt eines Müslis oder der Salzanteil in der Wurst zu hoch ist, stehen vor einem Problem. Sie finden zwar jede Menge Angaben, die Packungsaufdrucke sind jedoch häufig verwirrend und keine wirkliche Hilfe. „Am Ende hat der Verbraucher zwar viele Zahlen vor sich, aber wenig Durchblick“, bestätigt Ernährungsexpertin Uta Nehls, Projektleiterin der Neuen Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentralen geben jetzt Hilfestellung: Schnell und unkompliziert können Konsumenten ab sofort mit der neuen Ampel-Karte der Verbraucherzentralen wichtige Nährstoffe in Lebensmitteln beurteilen. „Hier leistet die Ampel-Checkkarte praktische Dienste.“ Die Einkaufshilfe ist nicht größer als eine gewöhnliche Kreditkarte und passt in jedes Portemonnaie. Sie zeigt anhand der Ampelfarben auf, welche Mengen an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz für Lebensmittel und Getränke unbedenklich, akzeptabel oder zu hoch sind.

„Verbraucher können so Zuckerbomben und Fettfallen schon im Supermarkt enttarnen und bereits beim Einkauf prüfen, ob ein Produkt der Gesundheit eher abträglich ist““, erläutert Uta Nehls. Wer den Einkauf zu Hause unter die Lupe nehmen will, kann dies unter www.verbraucherzentrale-ampelcheck.de mit Hilfe eines Online-Rechners tun. Dort können sich Verbraucher unter anderem in einer Datenbank über die Nährwerte einzelner Produkte informieren und finden auch zusätzliche Informationen und Tipps für gesundes Essen und Trinken. Die Ampelcheckkarte ist in allen Beratungsstellen der Neuen Verbraucherzentrale erhältlich.  

Politik muss Versteckspiel im Supermarkt beenden

Die Ampel-Karte ist  kein Ersatz für verbindliche, leicht verständliche und einheitliche Nährwertangaben. Die Lebensmittelindustrie darf sich einer verbraucherfreundlichen Nährwertkennzeichnung nicht weiter verschließen. Die Bundesregierung muß sich für eine europaweit verpflichtende Kennzeichnung in grafischer und farblich unterlegter Form auf der Grundlage einheitlicher, verbindlicher Mengenangaben einsetzen. Dies entspricht den Wünschen und Bedürfnissen der Verbraucher.

 

Für weitere Informationen:

Uta Nehls, Projektleiterin Ernährung