Presseinformation  56b / 2008       27. 06. 2008       Diese Seite drucken    

 

Bundesweiter Index: Verbraucherschutz im Land hat sich sehr positiv entwickelt
Verbraucherschützer freuen sich über neue Beratungsstelle in Schwerin

Schwerin. Nicht ohne Stolz überreichten Landesverbraucherschutzminister, Dr. Till Backhaus und Vorstand der NVZ, Dr. Jürgen Fischer, am Freitag den Schlüssel für eine neue und sehr moderne Beratungsstelle an Cornelia Nagel, Sprecherin der Schweriner Einrichtung. Für die derzeit fünf Beraterinnen und Berater gibt es wesentlich verbesserte Arbeitsbedingungen. Die neue Beratungsstelle, sie ersetzt die alten Räume am Platz der Jugend, stellt sich auch für die zahlreichen Ratsuchenden attraktiv und zentral gelegen dar. Auch Behinderte können nun ohne Schwierigkeiten eine Beratung in Anspruch nehmen. Die NVZ erhofft sich sowohl durch die günstige Lage der Beratungsstelle – sie liegt in der Dr. Külz-Str. 18 zwischen Platz der Freiheit und Hauptbahnhof – als auch durch neue Beratungsangebote einen größeren Zulauf. Immerhin versorgt diese Beratungsstelle eine Region mit über 400.000 Einwohnern. Die Schweriner sind zudem auch für die Beratungen in der Wismarer Außenstelle der NVZ zuständig.

Dieser Schritt, so Vorstand Dr. Fischer, passt sehr gut in die seit einiger Zeit erkennbare Verbesserung des Stellenwertes der Verbraucherarbeit im Lande. Noch im Jahre 2006 kam einen bundesweite Analyse zu dem Ergebnis, dass es um den Stellenwert des Verbraucherschutzes hierzulande sehr schlecht bestellt ist, obwohl die Neue Verbraucherzentrale gute Arbeit leistete. Inzwischen, so Fischer, hat sich in vielerlei Hinsicht etwas verändert. Insbesondere hat die seit 2006 tätige Landesregierung sich auf neue Anforderungen an den Verbraucherschutz eingestellt. Nicht nur, dass es jetzt ein Fachministerium gibt, sondern durch viele Aktivitäten wird Sorge dafür getragen, dass die einzelnen Akteure, ob im Ministerium, den Landesämtern oder in der Verbraucherzentrale miteinander ins Gespräch kommen und – was ebenfalls neu ist – ihre Kontakte zu den Verbänden und Netzwerken im Lande ausbauen. Mit dem Verbraucherforum besteht in Mecklenburg-Vorpommern eine Institution, die andere Bundesländer noch nicht etabliert haben. Die Veränderungen der letzten Jahre schlagen sich nun auch im am Mittwoch in Berlin vorgestellten Verbraucherschutzindex 2008 nieder. Durch eine erheblich verbesserte Punktezahl konnte Mecklenburg-Vorpommern nun den zehnten Platz im Ranking der Länder erzielen. Damit hat das Land den größten Sprung nach vorne gegenüber allen anderen Bundesländern vollzogen und wurde dafür öffentlich gewürdigt.

Auch die Finanzierungssituation hat sich mit Beginn  des Jahres 2008 verbessert, da das Land als eines der ersten die vollständige Kofinanzierung des Bundesprojektes „wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ übernommen hat.

Ab dem 1. Juli 2008 startet außerdem das Projekt Rundfunkgebühren, in dem alle Probleme rund um diese Gebühren aufgegriffen und im Rahmen kostenloser Beratungen bearbeitet werden. Für den Herbst dann ist der Beginn eines bundesweiten Klimaschutzprojektes vorgesehen und wird nochmals zur Erweiterung des Beratungsprofils der NVZ beitragen.

Bis dahin werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NVZ auch die jetzt vorliegenden Ergebnisse einer repräsentativen Verbraucherbefragung ausgewertet und Schlussfolgerungen für die weitere Arbeit gezogen haben.

 

Für weitere Informationen:

Dr. Jürgen Fischer, Vorstand