Presseinformation  54 / 2008       20. 06. 2008       Diese Seite drucken    

 

Ärgernis Rundfunkgebühren
Verbraucherzentralen starten Modellprojekt für eine unabhängige Beratung 

Anfang Juli 2008 starten die fünf norddeutschen Verbraucherzentralen ein gemeinsames und zunächst für ein Jahr konzipiertes Projekt und wollen Verbrauchern helfen, Probleme rund um das Thema Rundfunkgebühren zu klären. Schon in der Vergangenheit liefen viele Fragen von Verbrauchern zur Erhebung von Rundfunkgebühren auf. Nunmehr soll dieses Beratungsangebot weitaus umfassender und qualifizierter ausgebaut werden. Immerhin weiß nicht Jeder, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Gebührenbefreiung möglich ist, was geschieht, wenn eine Anmeldung versäumt wurde oder was  die so genannten GEZ-Beauftragten dürfen und was nicht. Auch war es in der Vergangenheit schwer, offene Fragen mit der Gebühreneinzugszentrale in Köln abzuklären. Das Fehlen einer kompetenten Anlaufstelle wirkte sich auch auf die Akzeptanz der Rundfunkgebühren aus. Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sind deshalb bestrebt, eine unabhängige Beratungsmöglichkeit einzurichten und haben hierzu vor einigen Wochen eine entsprechende Initiative ergriffen. Sehr schnell zeigte sich, dass gerade das Potenzial und die Unabhängigkeit der Verbraucherzentralen geeignet ist, die sensible Materie zu bearbeiten.

 

Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern können sich deshalb ab sofort in allen sechs Beratungsstellen des Landes kostenlos zu Problemen mit den Rundfunkgebühren beraten lassen. Die Verbraucherschützer übernehmen auch die direkte Klärung von Streitfragen. Der NDR, der zunächst auch die Finanzierung des Projektes übernommen hat, erhofft sich u.a. eine bessere Aufklärung der Verbraucher und damit eine größere Akzeptanz hinsichtlich der Rundfunkgebühren.

 

Für weitere Informationen:

Dr. Jürgen Fischer, Vorstand