Presseinformation    44 / 2008       19. 05. 2008     Diese Seite drucken

 

Betreutes Wohnen – Schlüssel für umfassende Betreuung?
Pflegehotline berät anbieterunabhängig

 

Rostock, 19.05.2008 - Wer sich für Betreutes Wohnen interessiert, knüpft daran vielfach die Vorstellung, dass diese Wohnform ein umfassendes Betreuungs- und Versorgungs­angebot für den dritten Lebensabschnitt bietet. Gleichzeitig soll auch für einen späteren Pflegebedarf vorsorgt werden. Die Art und der Umfang der in den Wohnanlagen möglichen Hilfen unterscheiden sich in der Praxis jedoch erheblich und dann ist die Enttäuschung oftmals groß, wenn das neue Domizil die daran geknüpften Erwartungen nicht erfüllt. Nicht selten passiert es, dass ältere Menschen mit völlig falschen Vorstellungen eingezogen sind oder Kinder in bester Absicht für ihre Eltern eine Wohnung im Betreuten Wohnen gemietet haben – ohne zu prüfen, ob es wirklich die individuell passende Wohnform ist.  An der Pflegehotline des Netzwerks Pflegeberatung beraten Experten zu Fragen rund um dieses Thema:

 

montags und mittwochs    von     10.00     bis     13.00 Uhr       und

donnerstags                          von     14.00     bis     18.00 Uhr

 

unter der Rufnummer 01803 – 77 05 003 (Der Anruf aus dem deutschen Festnetz kostet 9 Cent pro Minute; Mobilfunkpreise abweichend).

 

Wer wissen will, ob Betreutes Wohnen für sich oder einen Angehörigen tatsächlich erste Wahl ist, sollte beim Selbsttest folgendes bedenken:

 

Wünsche und Bedarf klären: Ob man wirklich umziehen will oder ob nicht eine altersgerechte Umgestaltung der eigenen Wohnung die wünschenswerte und zu realisierende Alternative ist – diese Frage steht am Beginn des Wohn-Checks. Geklärt werden sollte zudem, wie viel Hilfe und Unterstützung etwa bei der Haushaltsführung und -organisation benötigt wird und wie verlässlich Unterstützung in verschiedenen Bereichen durch Verwandte, Freunde, Nachbarn oder durch externe Dienstleister möglich ist. Auch sollte man sich über die persönlichen Vorlieben und Anforderungen rund um das Wohnumfeld im Klaren sein.

Überblick verschaffen: Zurzeit existieren nur lückenhafte Adress­sammlungen von Einrichtungen des Betreuten Wohnens. Adressen gibt es bei den örtlichen Wohn- oder Sozialämtern und den Wohn- und Pfle­geberatungsstellen. Bei Einrichtungen der engeren Wahl sollte nach schriftlichen Informationen über die Anlage, nach Miet- und Betreuungsverträgen, nach einer Preisübersicht und der Hausordnung gefragt werden. Wichtig zu klären ist, was an Leistungen und Kosten zu erwarten ist und welche vertraglichen Regelungen zu treffen sind.

Serviceangebote prüfen: Der Betreuungsträger ist verantwortlich für die Serviceangebote in der Anlage. Auf jeden Fall sollte nach den Möglichkeiten der Pflege bei Krankheit und dauernder Pflegebedürftigkeit gefragt werden. So gewinnt man einen Eindruck, ob im Pflegefall ein erneuter Umzug ins Haus steht.

 

Alternative Wohnformen: Auch wenn die Hochglanzprospekte mancher Anbieter einen anderen Eindruck erwecken wollen: Betreutes Wohnen ist nur eine von vielen Wohnformen im höhe­ren Lebensalter. Vor einem Umzug sollte eingehend geprüft werden, ob sich ambulant betreute Wohngemeinschaften oder Modelle einer „Hausgemeinschaft im Pflegeheim“ für den individuellen Pflegebedarf als Wohnform besser eignen. Oder ob die altersgerechte Umgestaltung der eigenen oder ein Umzug in eine andere barrierefreie Wohnung nicht der eigenen Lebenssituation eher gerecht wird.

 

Für weitere Informationen:

Mandy Pawils, Patientenberaterin