Presseinformation 79 / 2007 30.
07. 2007
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Millionenschaden durch
unseriöse Kreditvermittler
Mecklenburger Finanzservice Gustavus GbR treibt es auf die Spitze
Eigentlich ist im Gesetz alles geregelt: Der Kreditvermittler erhält seine Vergütung wenn das Darlehen ausgezahlt und ein Widerruf seitens des Verbrauchers nicht mehr möglich ist. Darüber hinausgehende Entgelte sind nur ausnahmsweise und nur in ganz geringem Umfang möglich. Da aber auf diese Art und Weise kaum Geld zu verdienen ist, nach Erfahrungen der Verbraucherzentrale werden nämlich kaum Ratenkredite auf diese Weise vermittelt, bedienen sich unseriöse Kreditvermittler auch unlauterer Methoden. Und die Mecklenburger Finanzservice Gustavus GbR aus Altentreptow setzt ihren rechtswidrigen Praktiken noch die Krone auf. In einem Schreiben an einen Verbraucher unterstreicht sie: „Wir werden auf keinen Fall auf die Zahlung unserer Bearbeitungsgebühr verzichten!!!“ Da gerichtliche Verfahren selten zum Erfolg führen, habe man sich für unkonventionelle aber legale Mittel entschieden. Zwei Zeilen später lässt der Mecklenburger Finanzservice die Katze aus dem Sack: „Wir werden die Angelegenheit an Moskau-Inkasso übergeben.“ Was für den Verbraucher u. a. mit zusätzlichen Kosten verbunden wäre, so die dubiose Firma. „Eine üblere und dreistere Drohung ist mir in diesem Zusammenhang noch nicht vorgekommen“, so Axel Drückler von der Neuen Verbraucherzentrale. Eine solche Drohung dürfte strafrechtlich relevant sein. Der Schaden durch unseriöse Kreditvermittler wird in Deutschland auf ca. 150 Millionen jährlich geschätzt. Dabei gibt es eine Reihe von untrüglichen Indizien, die auf unseriöse Kreditvermittler hinweisen und zum sofortigen Abbruch der Verhandlungen führen müssen:
Bevor Sie solche Verträge unterschreiben oder sogar Geld zahlen, überlegen Sie in aller Ruhe und fragen auch in der Verbraucherzentrale nach.
Für weitere Informationen:
Axel Drückler, Fachberater Finanzdienstleistungen /Versicherungen