Presseinformation 50 / 2007 23.
04. 2007
Diese
Seite drucken
Wie Verbraucher sortiert werden – Datenschutz, Kreditvergabe und Scoring
Podiumsdiskussion in Schwerin am 3. Mai 2007
Mit einem „heißen“ Thema beschäftigt sich demnächst eine von der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Schwerin, in Zusammenarbeit mit der Neuen Verbraucherzentrale organisierte Podiumsdiskussion. Schon seit längerem beobachten Verbraucher- und auch Datenschützer, dass vor allem bei der Vergabe von Krediten Kriterien herangezogen werden, die von der Ablehnung eines Kredites bis hin zu vorzüglichen Sonderkonditionen reichen. Jeder kann und wird tagtäglich eingestuft, bewertet und erhält seinen persönlichen Score-Wert.
Offenbar
können die Kreditinstitute Land auf Land ab auf personenbezogene Daten
zurückgreifen, die ihnen eine ausreichende Bewertung der Bonität eines jeden
Verbrauchers ermöglichen. Die Branche steht nach eigenen Aussagen zu der
Verpflichtung, eine hohe Kreditsicherheit zu gewährleisten. Auch die Schufa,
die eigens hierfür geschaffene Schutzgemeinschaft verweist immer wieder auf
ihre Existenzberechtigung. Dies nicht nur im Interesse der Kreditgeber, sondern
auch der Verbraucher, die vor Überschuldung und nicht rückzahlbaren Krediten
geschützt werden sollen. Unsichere, sprich kaum
zahlungsfähige Verbraucher werden so vor unbedachten Entscheidungen bewahrt,
Kreditgeber haben wegen der einsehbaren Datenlage eine Basis für die Sicherheit
ihrer Geldanlagen.
Woher aber kommen die Daten? Sind Sie aktuell und richtig? Werden aus Daten zulässige Schlüsse gezogen? Sind die Adresse oder ein vor Jahren vorgenommener Eintrag bei der Schufa wirklich noch von Bedeutung? Im Spannungsfeld zwischen notwendiger Kreditsicherheit und dem Schutz der Persönlichkeitsrechte hat der amtliche Datenschutz sein Betätigungsfeld. Die Erfassung, Speicherung und Weitergabe von personenbezogenen Daten hat in Deutschland enge Grenzen. Werden sie von der gängigen Praxis eingehalten oder extensiv ausgelotet?
Diese und andere wichtige Fragen werden die Teilnehmer der öffentlichen Diskussionsrunde am Donnerstag, den 3. Mai 2007 ab 17 Uhr in Schwerin im Haus der Kultur (am Pfaffenteich) sicherlich kontrovers behandeln. Zu den Teilnehmern der Runde gehören neben dem Pressechef der Schufa auch der Datenschutzbeauftragte des Landes, Vertreter der Kreditwirtschaft und Experten der Neuen Verbraucherzentrale. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist kostenfrei und steht allen Interessierten offen.
Für weitere Informationen:
Axel Drückler, Fachberater Finanzdienstleistungen /Versicherungen