Presseinformation 20 / 2007 13.
02. 2007
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Ein Kater am Morgen nach feuchtfröhlichen Faschingsfesten ist nicht leicht zu zähmen. Der Kopf brummt, der Magen rebelliert und der ganze Körper fühlt sich an wie Blei. Schuld ist die entwässernde Wirkung alkoholischer Getränke. Wenn der Körper mehr Mineralstoffe und Flüssigkeit ausscheidet als er aufnimmt, holt er sich das notwendige Wasser aus seinen Organen und auch aus dem Gehirn. Das reagiert mit Kopfschmerz. „Wichtig ist jetzt ein Frühstück, das die Wasser- und Mineralstoffverluste rasch wieder ausgleicht“, erklärt Simone Goetz, Ernährungsberaterin der Neuen Verbraucherzentrale. Sie rät, reichlich Mineralwasser oder Saftschorle zu trinken, um die fehlende Flüssigkeit zu ersetzen. Saure, scharfe oder salzige Speisen helfen gegen die Übelkeit. Die Säure fördert den Alkoholabbau, das Salz ersetzt verlorene Mineralstoffe und die scharfen Gewürze regen die Verdauung an. Typische Katerspeisen wie Rollmops, Salzstangen und Essiggurken haben also ihre Berechtigung.
Umstritten ist die Wirkung einer starken Tasse Kaffee. Bei manchen Katergeplagten verstärkt sie eher die Kopfschmerzen, anderen hilft vor allem ein Espresso mit Zitronensaft. Koffein in Verbindung mit Zitronensäure blockiert ein Enzym, das an der Freisetzung von Prostaglandinen beteiligt ist. Diese hormonähnlichen Substanzen spielen eine wichtige Rolle bei der individuellen Wahrnehmung von Kopfschmerz. Kein guter Rat ist, den Morgen mit dem gleichen alkoholischen Getränk zu beginnen, mit dem der Abend zuvor beendet wurde. Damit wird der Kater nur verschoben und die Leber zusätzlich belastet.
Für weitere Informationen:
Simone Goetz, Ernährungsberaterin
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