Presseinformation    91 / 2006        10. 08. 2006                    Diese Seite drucken

 

 

AUS statt stand by - sonst ist's mit dem Stromsparen vorbei


Bequem aus dem Sessel die Fernbedienung geschnappt und schon wird bei Fernseher und Videogerät durchs Programm gezappt. Ein roter Punkt am Gerät signalisiert, dass die Mattscheibe stand by reagiert  und per Knopfdruck bereitwillig das gewünschte Programm serviert. Dass man mit der Sessel-Programmwahl in Sachen Stromsparen allerdings keineswegs eine erste Wahl trifft, zeigen die Verbrauchszahlen: Schätzungsweise drei Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr schlucken die Geräte in Dauerbereitschaft. Ein mittelgroßes Kraftwerk ist somit rund um die Uhr damit beschäftigt, Energie zu erzeugen, die eigentlich gar nicht gebraucht wird. "Wer also beim Stromsparen nicht abschalten will, sollte Fernseher und Videogerät ausschalten - und zwar am Gerät selbst", so der Stromspar-Tipp der Verbraucherzentrale. Denn wenn man nur per Fernbedienung aus dem Programm aussteigt, verbraucht das Gerät im Stand-by-Betrieb zwischen zwei und 25 Watt! Bei 330 Tagen im Jahr - Urlaubszeiten abgerechnet - in denen der laufend betriebsbereite Fernseher rund 15 Watt verbraucht und bei einem durchschnittlich vierstündigen Fernsehtag, summiert sich der Stromverbrauch fürs Pantoffelkino auf 178 Kilowattstunden pro Jahr und verursacht Betriebskosten von über 30 EURO. Wohlgemerkt: Viele Geräte haben noch erheblich höhere Verbrauchswerte. Abschalten lohnt also auch dann, wenn man nicht gerade "vom Alltag abschaltet".

Weitere Informationen hierzu und allen anderen Themen der Energieeinsparung sowie die Möglichkeit des kostenlosen Ausleihens von Strommessgeräten gibt es in allen Beratungsstellen der Neuen Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern e. V.

 

Für weitere Informationen:

Horst-Ulrich Frank, Fachberater Bauen/Wohnen/Energie