Presseinformation 109 / 2006
25. 09. 2006
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Mickrige Zinsen weit unter 3 Prozent bei Banken und Sparkassen und eine schwierige Börsenlage lassen manches Angebot des Grauen - d. h. des nicht staatlich überwachten - Kapitalmarktes lukrativ erscheinen. Mit dem Versprechen von Traumrenditen locken unseriöse Anbieter gutgläubige Anleger dazu, in fragwürdige Geldanlageprodukte wie stille Unternehmensbeteiligungen, verlustreiche Termingeschäfte oder geschlossene Immobilienfonds zu investieren. Nach Expertenschätzungen werden viele Anleger durch riskante Geldgeschäfte jährlich um mehrere Milliarden Euro geschädigt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist nicht selten. Anbieter und Angebote auf diesem so genannten Grauen Kapitalmarkt sind weitgehend frei von staatlicher Kontrolle.
Wir befürchten, dass hunderttausende Bürger auf tickenden Zeitbomben sitzen und es einfach nicht wissen", sagt Joachim Geburtig, Jurist der Verbraucherzentrale Rostock. Manchmal hätten bekannte Vertreter das Finanzgeschäft vermittelt, häufig fremde Berater an der Haustür. Dabei seien sowohl Vertreter als auch Kundschaft häufig "ahnungslos", wie Joachim Geburtig weiß. Keiner wisse genau, was hinter den verkauften Verträgen eigentlich stecke - bis auf die Drahtzieher im Hintergrund.
Woran man riskante Produkte des Grauen Kapitalmarktes erkennt und wie man sich vor unseriösen Angeboten schützen kann, darüber informiert die Neue Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern e.V., Beratungsstelle Rostock im Rahmen eines Vortrages, der durch Herrn Rechtsanwalt Jochen Resch gehalten wird. Der Vortrag findet am Donnerstag, den 28. 09. 2006 von 18 bis ca. 20.00 Uhr in der Beratungsstelle in der Strandstraße 98 statt. Telefonische Anmeldungen sind unter (0381) 208 70 50 erwünscht. Rat und Hilfe zu Ihren Problemen mit dem Grauen Kapitalmarkt gibt es auch sonst bei der Neuen Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern e. V.
Für weitere Informationen:
Joachim Geburtig,
Berater BS Rostock / BS Güstrow
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