Presse-Information:    48 / 2005       14. 06. 2005

 

 

Lose Eier auf dem Wochenmarkt – wo kommen sie her?

Ab 1. Juli müssen alle Eier mit einem Erzeugercode gestempelt werden

 

Wer bislang keine Eier aus Käfighaltung auf dem Wochenmarkt kaufen wollte, hatte es schwer. Untersuchungen von Verbraucherschützern in der Vergangenheit zeigten, dass häufig gemogelt wurde und Eier aus Käfighaltung und nicht von „freilaufenden Hühnern“ stammten. Die Ungewissheit hat ein Ende: Wochenmarkteier müssen ab 1. Juli mit einem Erzeugercode gestempelt werden.

 

Bereits seit Januar 2004 gibt es EU-weit eine verbesserte Kennzeichnung von Eiern. Mittels eines Zahlen- Buchstaben- Codes (Erzeugercode) auf jedem Ei können Verbraucher erkennen, aus welchem Land und von welcher Haltungsform die Eier kommen. Ausnahmeregelungen gab es bislang für Direktvermarkter. Damit ist jetzt Schluss. Ab 1. Juli müssen auch Eier, die von Direktvermarktern auf örtlichen Märkten angeboten werden, mit einem Erzeugercode gestempelt sein. Verbraucher können sich so bewusst für die Haltungsform bzw. das Herkunftsland der Hühner entscheiden.

Und so wird der Code entschlüsselt: Die erste Ziffer steht für die Haltungsform: 0 bedeutet Öko, 1 Freilandhaltung, 2 Bodenhaltung und 3 Käfighaltung. Das folgende Buchstabenkürzel steht für das Erzeugerland: bspw. DE bedeutet Deutschland, NL steht für die Niederlande, CZ für Tschechien, LT für Litauen. Die nächst folgenden Zahlen geben den Legebetrieb und die Stallnummer an.

Der Code ist jedoch nur transparent, wenn gleichzeitig zusätzliche wörtliche Angaben zur Haltungsform erfolgen. Bei losen Eiern „kann“ die Haltungsform im Wortlaut angegeben werden, muss sie aber nicht. Gerade auf Wochenmärkten fehlt diese Angabe häufig und oft dann, wenn die Eier aus Käfighaltung kommen. Immerhin erwarten viele Konsumenten, dass lose Eier aus alternativen Haltungsformen, nicht aber aus Käfighaltung kommen.

Deshalb, so empfiehlt die Neue Verbraucherzentrale MV, sollten Verbraucher beim Einkauf der Eier auf den Erzeugercode, die Frische, eine unversehrte Schale und die richtige Lagerung am Stand achten. Nur so kann man sicher gehen, dass man die Ware erhält, die man erwartet.

 

Für weitere Informationen:

Uta Nehls

Projektleiterin Ernährungsprojekt, Tel. (0381) 208 70 16,  nehls@nvzmv.de