Presse-Information:    43 / 2005       02. 06. 2005

 

 

Job oder Flop – Nebenverdienste genau prüfen

Verbraucherzentralen kennen unseriöse Anbieter

(NVZ Rostock). Bei der Suche nach einem Job oder einem Nebenverdienst liegen Glück und Leid oft dicht nebeneinander. Wie können Verbraucher aber unterscheiden, ob sich hinter solchen Angeboten, wie „Leichter Nebenverdienst“, „Geniale Geschäftsidee“ oder „ 1.000 Euro monatlich“ seriöse Angebote verbergen?  Jährlich werden auch in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Jobsuchende Opfer zum Teil  skrupelloser Machenschaften. In einigen Fällen gelingt es den Verbraucherschützern, die Öffentlichkeit zu warnen, etwa wenn bekannte Anbieter mal wieder eine Anzeige geschaltet haben. So konnte erst Anfang des Jahres der Chef einer Malerfirma dingfest gemacht werden. Er hatte mit  lukrativen Arbeitsangeboten geworben und für die Bewerbungsunterlagen Vorkasse verlangt. Ähnlich läuft es, wenn die Interessenten auf kostenträchtige Hotlines verwiesen werden, dann hingehalten sowie immer weiter vermittelt werden und am Ende nur eine saftige Telefonrechnung steht.

  

Im Rahmen eines bundesweit gestarteten Projektes, das vom Bundesverbraucherministerium finanziert wird, geraten solchen Praktiken stärker ins Visier der Verbraucherschützer. Dabei ist nicht nur die Aufklärung über die gängigen „Maschen“ angesagt, sondern benötigen die Verbraucherschützer direkte Informationen über vermeintlich unseriöse Angebote. Wie Analysen in anderen Bundesländern gezeigt haben, ist die Dunkelziffer in diesem Bereich noch recht hoch. Einige Geschädigte scheuen sich, ihre Erfahrungen weiterzugeben. Dies vor allem dann, wenn sie viel Geld für angeblich wichtige Schulungsmaterialien ausgegeben haben oder zu Lehrgängen gefahren sind, auf denen sie nichts Neues gelernt, aber viel Lehrgeld gezahlt haben.

Ob Fahrdienste, Geld verdienen als Produkttester oder durch eine Tätigkeit im Vertriebs-, Marketing- oder Promotionsbereich – die unseriösen Anbieter können bei Beachtung einiger Grundregeln leicht identifiziert werden. So ist jedwede Vorkasse als Indiz für mangelnde Seriösität zu werten. Auch unklare Adressen oder ausländische Firmennamen, fehlende Kontaktadressen (Email, Fax) sollten zur Vorsicht gereichen. Viele dieser unseriösen Anbieter sind den Verbraucherschützern bekannt, auch wenn sie ihren Namen und ihre Masche variieren. Nachfragen lohnt also und schützt vor Geldverlust.

 

Für weitere Informationen:

Matthias Wins,

Fachberater Recht, Tel. (0381) 208 70 50, wins@nvzmv.de