Presse-Information:    24 / 2004    04. 10. 2004

 

 

Zusatzversicherungen kritisch prüfen!

Unzählige gesetzlich Krankenversicherte werden massiv umworben mit Angeboten ihrer Kasse, eine private Zusatzversicherung abzuschließen. Die Neue Verbraucherzentrale rät zu kritischer Prüfung.

Seit Anfang dieses Jahres bieten die gesetzlichen Krankenkassen in Kooperation mit privaten Krankenversicherern Ihren Kunden Zusatzversicherungen im Gesundheitsbereich an.

Die Konditionen der von den Kassen angebotenen Zusatzversicherungen für naturheilkundliche Behandlung, Akupunktur, Einzelzimmer und Chefarztbehandlung im Krankenhaus oder auch Brillen sind in der Regel etwas günstiger als beim direkten Abschluss solcher Verträge mit einer Versicherungsgesellschaft, da es sich um Gruppenversicherungen handelt. Bevor man sich überhaupt zur privaten Absicherung zusätzlicher Leistungen entschließt, lohnt sich aber die kritische Prüfung der Rahmenbedingungen: Benötigt man alle über die Kasse angebotenen Leistungen oder bekommt man direkt bei einem Versicherer ein passender geschneidertes Angebot zu akzeptablen Kosten? Bei Leistungsbündeln besteht immer die Gefahr, dass man für Dinge zahlt, die nicht benötigt werden, während die gewünschten Leistungen nicht ausreichend berücksichtigt sind. Ganz wichtig ist es, zu klären, was mit der Zusatzversicherung geschieht, falls man die Krankenkasse wechselt. Im günstigsten Fall kann der Versicherte seinen privaten Vertrag zu den abgeschlossenen Bedingungen fortführen. Meist ist der Wechsel der Kasse jedoch mit Preissteigerungen des Zusatzvertrages um bis zu 15 Prozent verbunden, manchmal ändert sich auch der Leistungsumfang der Versicherung.

Für problematisch halten die Verbraucherschützer, dass die Prämien für Zusatzversicherungen bei höherem Alter des Versicherungsnehmers beim Vertragsschluss höher sind. Wenn man also beim Wechsel der Krankenkasse die teurer gewordene Zusatzversicherung kündigt, drohen daher auch mit einem Neuabschluss bei der neuen Krankenkasse höhere Versicherungsprämien.

Die Patientenberatung der Neuen Verbraucherzentrale berät Donnerstags von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr in der Beratungsstelle Rostock, Strandstraße 98 zu günstigen Zusatzversicherungen. Die Experten geben auch Auskünfte zu Patientenrechten, Krankenkassen, Pflegeleistungen sowie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht unter der Telfonnummer 0381/2087015.

 

 

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