Presse-Information:    10 / 2004    28.08.2004

 

 

Kostenfalle: Warmwasserbereitung

 

Bei der Auswahl eines Heizsystems oft unterschätzt

 

Baut oder modernisiert man ein Haus, ist so manche Überlegung mit weitreichender finanzieller Tragweite anzustellen. Beispielsweise ist auch die Installation eines Heizsystems laut  Verbraucherzentrale eine „Entscheidung fürs Leben“. Denn man legt damit für 10 bis 20 Jahren fest, ob die Wärme mit Öl, Gas oder Strom erzeugt werden soll. Bei einem solch langen Zeitraum sind bei der Wahl des Energieträgers neben den einmaligen Investitionskosten aber vor allem die laufenden Kosten für die jeweilige „Power“ entscheidend. Und wenn man deren Entwicklung betrachtet, kann man davon ausgehen, dass sie bei  marginalen Schwankungen auf hohem Niveau bleiben werden.

 

Bei der Auswahl des Heizsystems wird aber leider noch ein weiteres Problem allzu oft unterschätzt: Häufig wird nur an die Raumwärme gedacht und die Warmwasserbereitung vernachlässigt. So liegen den Verbraucherschützern Fälle vor, bei denen sich Käufer über die vergleichsweise geringen Investitionskosten einer Elektroheizung freuten. Doch die Freude wich bald purem Entsetzen, als sie dann das erste Mal die Abrechnung der Betriebskosten in den Händen hielten. Denn das Erwärmen des Badewassers erfolgt mittels eines elektrischen Durchlauferhitzers, der mit teurem Tagstrom betrieben wird. Da waren die vermeintlichen finanziellen Vorteile schnell aufgezehrt. Im Gegenteil: Im Vergleich mit anderen Energieträgern muss sogar draufgezahlt werden.

 

Der Anteil der für die Warmwasserbereitung benötigten Energie am Gesamtwärmebedarf eines Haushaltes beträgt derzeit etwa 20 bis 30 Prozent. Dieser Anteil wird sich aber langfristig verdoppeln, unter anderem durch die Anforderungen der neuen Energieeinsparverordnung. Bei Neubauten ist dieses Verhältnis schon heute umgekehrt: Hier werden bereits bis zu 60 Prozent des Gesamtwärmebedarfs für die Warmwasserbereitung aufgewendet. Es wird daher immer wichtiger, bei der Auswahl dieser Systeme auf Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz zu achten. Im übrigen liegt im Durchschnitt der tägliche Bedarf an 50° C warmen Wasser bei 40 Litern pro Person.

 

Weitere Erläuterungen zu diesem Thema und zu anderen Fragen rund um die Energieeinsparung gibt es in den Beratungsstellen.

 

 

 

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